Maritime Industrie und Schiffbau

Neptun Werft Rostock

Neptun Werft in Rostock, Foto: N. Müller

In Mecklenburg-Vorpommern (MV) ist die Maritime Industrie, bestehend aus Schiff- und Bootsbau, maritimen Zulieferern sowie Meeres- und Offshore-Technik, mit knapp 300 Unternehmen und insgesamt rund 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rund 1,5 Mrd. €1 nach wie vor ein industrieller Kern.

Sechs Werftstandorte in Mecklenburg-Vorpommern

Im Bereich Schiff- und Bootsbau arbeiten im Nordosten rund 160 Unternehmen mit knapp 5.000 Mitarbeitern. Zum Jahresbeginn 2018 waren in den sechs größeren Unternehmen der Branche – den MV Werften2 an den drei Standorten in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock – rund 2.4003 Mitarbeiter und rund 270 Auszubildende beschäftigt. Die Werften sind mit ihrer langen Schiffbautradition in den jeweiligen Regionen die größten Arbeitgeber im verarbeitenden Gewerbe.

Maritime Zulieferer

Maritime Zulieferer und Dienstleister ergänzen diesen Schiffbau. Sie konzentrieren sich mit etwa 140 Unternehmen und rund 5.000 hochwertigen Arbeitsplätzen auf die Entwicklung und Produktion innovativer Systemlösungen. Die Produkte umfassen nicht nur Komponenten für das Finalprodukt Schiff, sondern auch maritime Anlagen und Systeme für die Hafenwirtschaft und -logistik, die maritime Umwelt- und Sicherheitstechnik sowie die Offshore-Technik und weitere Bereiche der Meerestechnik.

Zukunftsorientierte Ausrichtung

mv werften warnemünde rostock

MV Werften Warnemünde in Rostock-Warnemünde, Foto: N. Müller

Der Schiffbau im Nordosten ist durch technisch anspruchsvollen, innovativen Spezialschiffbau sowie Bereiche der Meerestechnik wie dem Offshore-Windenergiemarkt gekennzeichnet. So hatte die Werft der Nordic Yards Holding GmbH für den Bau von Offshore-Konverterplattformen und aktuell hat die Neptun Werft beim Bau von Flusskreuzfahrtschiffen führende Marktpositionen erreicht.

In Mecklenburg-Vorpommern sind alle Werftstandorte erhalten worden, wobei die industrielle Wertschöpfung noch erhöht, die Innovationsfähigkeit weiter gestärkt und neue wissensbasierte Arbeitsplätze geschaffen werden konnten. Durch die genannte zukunftsorientierte Ausrichtung haben die Unternehmen ihr Know-how erhalten und weiter ausbauen können.

Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in Fachkräfte

Mit der Übernahme der Werften in Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund durch Genting Hong Kong Limited und deren Entwicklung zu Spezialwerften für den Kreuzfahrtschiffbau hat sich für den Schiffbau und die gesamte maritime Industrie im Nordosten eine völlig neue Perspektive eröffnet.

Nicht nur die Werften sondern ebenso die maritimen Zulieferer, Dienstleister und Ingenieurunternehmen müssen neben der Abdeckung des Fachkräftebedarfs auch ihr produktions- und ingenieurtechnisches Personal an die neuen Herausforderungen anpassen. Gleichzeitig ist mit der Realisierung der geplanten Schiffbauprojekte ein Leistungsanstieg in Forschung, Entwicklung und Innovation verbunden. Bei der Bewältigung dieser Aufgaben unterstützt die Landesregierung die Unternehmen dieser Branche.


 

1 Angaben laut eigenen Erhebungen WM
2 Vormals Nordic Yards, NY
3 Beinhaltet noch die Mitarbeiter von Nordic Yards

Erfolgsgeschichten

Liebherr-MCCtec Rostock GmbH in der Hansestadt

Um die internationale Marktposition der Firmengruppe im Bereich Maritime Kräne zu stärken, hat Liebherr 2003 einen Produktionsstandort im Rostocker Hafen errichtet. Hier boten sich sowohl hervorragende logistische Voraussetzungen als auch eine Vielzahl qualifizierter Arbeitskräfte. Seit 2005 fertigt das Unternehmen in Rostock Schiffskräne, Hafenmobilkräne und Offshorekräne. Die optimale Lage mit direkter Anbindung an die Ostsee reduziert den Transportweg vom Werksgelände bis zur Kaikante auf ein Minimum. Der Produktionsstandort Rostock beschäftigt heute mehr als 1.300 Mitarbeiter. Seit 2007 gibt es in Lubmin bei Greifswald eine zweite Betriebsstätte, die auf die Fertigung von Kranauslegern spezialisiert ist.

Kontakt

Hausanschrift
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 2
Referat Schiffbau, Finanzierung
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin

Referatsleiter
Michael Koch
Tel.: +49 385 588-5210
Fax: +49 385 588-5022

m.koch@wm.mv-regierung.de

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