Feierliche Einweihung des PtX-Transfertechnikums

Meyer: Wirtschaftsnahe Forschung bietet wirtschaftliche Perspektiven – innovative Technologien in die Praxis überführen

04.07.2022

Am Montag ist in Rostock das PtX-Transfertechnikum (PtX-TT) des Leibniz-Instituts für Katalyse e. V. feierlich eingeweiht worden. „Das PtX-Transfertechnikum ist die Keimzelle innerhalb der Forschungsfabrik Wasserstoff M-V. Mit diesem Projekt soll Wissenschaft und Wirtschaft verbunden werden, um die regionale Wirtschaft vor Ort zu unterstützen. Ein Schwerpunkt der Forschungen liegt in der Entwicklung von Anwendungen im Bereich der emissionsarmen Schifffahrt. Darüber hinaus geht es darum, Wertschöpfung durch die Weiterentwicklung von grünen Technologien im Land zu generieren. Die praxisnahe Forschung bietet wirtschaftliche Perspektiven für bestehende und zukünftige Arbeitsplätze“, sagt der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer am Montag in Rostock.

Innovative Technologien in Praxis umsetzen

Das PtX-TT ist ein Teil des Gesamtprojektes Forschungsfabrik Wasserstoff, welche in M-V als wirtschaftsnahe Infrastruktur aufgebaut werden soll. In dem Gesamtprojekt soll in einem ersten Schritt das PtX-Transfertechnikum des Leibniz-Instituts für Katalyse e. V. (LIKAT) aufgebaut werden. „Mit diesem konkreten Projekt als Teil der Forschungsfabrik Wasserstoff entstehen auch chemische Energieträger wie zum Beispiel grünes Methanol, welches für konkrete Anwendungen bei Motoren oder Brennstoffzellen eingesetzt werden kann. Diese sollen dann genutzt werden, um in den weiteren Teilen der Forschungsfabrik sowie im Rahmen von Verbundforschungsprojekten innovative Technologien in die Praxis zu überführen“, erläuterte Meyer vor Ort. 

Die im ersten Teil der Forschungsfabrik Wasserstoff entwickelten Technologien des LIKATs sollen später in einem zweiten Teil, dem Anwendungszentrum Wasserstoff im Fraunhofer Institut für Großstrukturen in der Produktionstechnik, in die Praxis überführt werden. „Power-to-X-Technologien unter Nutzung von grünem Wasserstoff und CO2 aus geeigneten Quellen unterstützen den Weg zur Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen“, sagte Wirtschaftsminister Meyer.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Wirtschaftsminister Meyer hat im Rahmen der Veranstaltung an den wissenschaftlichen Direktor des LIKATs Professor Matthias Beller einen Zuwendungsbescheid übergeben. Dieser beläuft sich auf 5,54 Millionen Euro aus Mitteln des Landes Mecklenburg-Vorpommern. „Der Aufbau einer grünen Wasserstoff-Wirtschaft, die Entwicklung einer Kohlenstoffkreislaufwirtschaft und die Herstellung von strombasierten Kraftstoffen aus grünem Wasserstoff und CO2 bieten die Chance, Klimaschutz und Wertschöpfung zu verbinden. Ziel ist es, im Land generierte Elektroenergie vor Ort zu nutzen, um hochwertige Arbeitsplätze im Land zu sichern sowie neue zukunftsorientierte Arbeitsplätze zu schaffen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer abschließend.

Informationen zum LIKAT

Das Leibniz-Institut für Katalyse e. V. gehört zu den größten öffentlichen Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der angewandten Katalyse in Europa und beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiter. In Kooperation mit der privaten Wirtschaft werden moderne Katalysatorsysteme, die die stoffliche und energetische Effizienz von chemischen Prozessen verbessern, entwickelt. Neben klassischen Anwendungen in der chemischen Industrie arbeitet das LIKAT zunehmend auch an Prozessen zu neuen Nutzungsmöglichkeiten von Kohlenstoffdioxid (CO2) und Biorestmasse und in diesem Zusammenhang auch an nachhaltigen Treibstoffen.

 

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