Wirtschaftsbericht 2016 vorgestellt

Glawe: Wirtschaftlicher Aufschwung im Land – deutliche Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt – Herausforderungen meistern

26.07.2016

Wirtschaftsminister Harry Glawe hat in Schwerin im Rahmen der Landespressekonferenz (LPK) den Wirtschaftsbericht 2016 vorgestellt. „Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern kommt voran - mit Innovationen und Investitionen zu mehr Wertschöpfung und Beschäftigung. Wir erleben derzeit einen wirtschaftlichen Aufschwung im Land, der nahezu alle wirtschaftlichen Bereiche erreicht hat. Insbesondere im verarbeitenden Gewerbe und in den Dienstleistungsbereichen wachsen Umsätze und Beschäftigung. Wachstumstreiber sind darüber hinaus das Handwerk, der Tourismus und die Gesundheitswirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Dienstag. „Kein Grund sich auszuruhen. Es gibt noch viel zu tun. Die Herausforderungen gilt es gemeinsam anzugehen.“

Wirtschaftsleistung ist weiter gewachsen

2015 wurde mit rund 39,9 Milliarden Euro das historisch höchste Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes erzielt. Gegenüber 2011 ist das BIP real um +2,7 Prozent gestiegen. Die Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe wächst, 2015 zu 2011: +11,8 Prozent (preisbereinigt). „Mecklenburg-Vorpommern hat sich zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort für Investoren entwickelt, dies belegen die vielen Ansiedlungen und Erweiterungen. Dies ist auch ein Ergebnis der Standortoffensive im Ausland“, so Glawe weiter.

Deutliche Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt

Die Arbeitsmarktlage in Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. „Die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt machen sich auch bei den Jobs bemerkbar - Unternehmen sichern ihr Personal oder stellen neu ein“, so Glawe weiter. Betrug die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenzahl in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2011 rund 107.500, lag sie im Jahresdurchschnitt 2015 bei 86.100 Arbeitslosen. Das sind rund 21.400 Arbeitslose oder rund 20 Prozent weniger als vor vier Jahren.

Der Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat, den wir seit 2006 verzeichnen, ist ungebrochen. Seit März 2011 sind im Saldo (bis März 2016) rund 30.000 Beschäftigte (+5,5 Prozent) hinzugekommen. „Das ist ein deutliches Plus. Der Trend hält weiter an“, betonte Glawe. Allein im Jahr 2015 gab es im Saldo einen Zuwachs von rund 9.000 Beschäftigten (+1,7 Prozent). Die aktuelle Zahl liegt hier - April-Daten - bei 553.500. Das ist besonders erfreulich, weil es auch zeigt, dass Unternehmen mehr einstellen. Die Perspektiven, im eigenen Land einen Ausbildungsplatz oder einen Arbeitsplatz zu finden, haben sich deutlich verbessert. Die Förderpolitik wurde konsequent auf die Schaffung von Arbeitsplätzen ausgerichtet.

Attraktiv für Investoren – sowohl überregional als auch im Ausland

Im Jahr 2015 sind nach Angaben des Statistischen Amtes Waren im Wert von 8,0 Milliarden Euro exportiert worden. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um ca. 12 Prozent. Die Hauptexportmärkte waren die Niederlande (740,9 Millionen Euro), Polen (649,4 Millionen Euro) und Saudi Arabien (412,8 Millionen Euro). „Trotz der international teilweise nicht einfachen Lage haben die Unternehmen das historisch höchste Ergebnis erzielt. Es geht darum, mutig weiter neue Märkte zu erobern. Mit Blick auf die demografische Lage und die schrumpfenden Binnenmärkte kommt dem überregionalen Geschäft für Mecklenburg-Vorpommern künftig eine noch größere Bedeutung zu. Hier gilt es vorausschauend zu planen“, sagte Glawe weiter. Der deutschsprachige Raum wie die Schweiz und Österreich sowie Russland oder Iran bieten Chancen für die heimische Wirtschaft. „Das internationale Werben macht sich bemerkbar und zahlt sich im Entstehen von Arbeitsplätzen aus. Der Prozess bis zu Ansiedlungsentscheidung braucht Zeit. Es ist oft ein Bohren dicker Bretter“, sagte Glawe.

Die neueste Ansiedlung: Das Medizintechnikunternehmen Ypsomed aus der Schweiz (Burgdorf) plant in Schwerin die Eröffnung einer Produktionsstätte für die Herstellung von Injektionssystemen - zum Beispiel Insulin-Pens für die Selbstmedikation bei Diabestes-Patienten. Das geplante Investitionsvolumen für die Halle und die Maschinen für die hochautomatisierte Fertigung beträgt über 50 Millionen Euro. In den kommenden sechs Jahren werden rund 200 Arbeitsplätze entstehen.

Das Schweizer Unternehmen Nestlé hat in Schwerin eine der modernsten Kaffeekapselfabriken Europas gebaut. 450 Arbeitsplätze sind nach Fertigstellung aller Produktionslinien in der Landeshauptstadt zu erwarten.

Die ZIM Flugsitz GmbH aus Markdorf in Baden-Württemberg investiert in Schwerin in die Produktion von Flugsitzen (64 Arbeitsplätze).

Ebenfalls in Schwerin hat sich das Unternehmen FVH Folienveredelung Hamburg GmbH & Co. KG (FVH) angesiedelt (30 Arbeitsplätze).

Die Deutsche Großwälzlager GmbH, ein Unternehmen mit russischer Beteiligung der Kirov-Gruppe, hat sich in Rostock angesiedelt. Die Firma produziert Rollen- und Kugeldrehverbindungen sowie Zahnkränze (22 Arbeitsplätze).

Die Deutsche Bogenn GmbH, eine Tochterfirma der türkischen MIR Technologie Holding, baut im Fährhafen Sassnitz-Mukran ein neues Werk zur Herstellung von Rohren (65 Arbeitsplätze).

Der Hamburger Arzneimittelhersteller AqVida GmbH in Dassow (Landkreis Nordwestmecklenburg) baut eine Betriebsstätte zur Entwicklung und Herstellung von pharmazeutischen Produkten auf (26 neue Arbeitsplätze).

Unterstützung für Unternehmen

Die Investitionsförderung mit finanziellen Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) stellt das wichtigste Förderinstrument für die gewerbliche Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern dar. Im Jahr 2015 wurden zur Förderung der gewerblichen Wirtschaft im Rahmen der GRW in 93 Förderfällen Zuschüsse von insgesamt rund 63,8 Millionen Euro bewilligt. Dadurch konnten Investitionen in Höhe von rund 256,5 Millionen Euro realisiert werden. Durch die geförderten Investitionen konnten in Mecklenburg-Vorpommern ca. 740 neue Arbeitsplätze entstehen und ca. 2.200 bereits bestehende Arbeitsplätze gesichert werden. „Neben einigen Neuansiedlungen haben auch viele Unternehmen erweitert. Arbeitsplätze werden gesichert beziehungsweise neue Jobs zusätzlich geschaffen. Durch ihre Erweiterungsinvestitionen wird ebenso die regionale Wirtschaftskraft gestärkt“, sagte Glawe.

Als Beispiel nannte der Wirtschaftsminister z.B. die biosanica Manufaktur GmbH in Süderholz (zwischen Grimmen und Greifswald): sie erweitert gerade zum zweiten Mal - 41 Mitarbeiter werden nach Abschluss der Investitionen (Gesamtinvestitionsvolumen 12,2 Millionen Euro) dort einen Arbeitsplatz haben. Oder die Deutsche Ölwerke GmbH in Lubmin wächst weiter. Auch hier läuft die zweite Erweiterung. Die Gesamtmitarbeiterzahl nach Fertigstellung der neuesten Erweiterungsinvestition liegt dann bei 76 Mitarbeitern (Gesamtinvestitionsvolumen 30,2 Millionen Euro.)

Hoffnung durch neuen Investor an den Werftstandorten

Die maritime Wirtschaft leistet nach wie vor einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes. Das Engagement der Genting Hong Kong-Gruppe in Wismar, Rostock und Stralsund ist ein wichtiges Bekenntnis für den Schiffbaustandort Mecklenburg-Vorpommern. „Seit langem haben wir erstmals einem Investor, der Aufträge mitbringt, die für Auslastung und Arbeit an den Standorten sorgen sollen“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe weiter.

Anstehende Herausforderungen meistern – wirtschaftlich junge Bereiche voranbringen

„Wir müssen sowohl unsere wirtschaftlich entwickelten Bereiche wie das verarbeitende Gewerbe, die Ernährungswirtschaft, den Handel, den Tourismus sowie das Handwerk weiter unterstützen. Aber es muss gleichzeitig auch gelingen, die wirtschaftlich noch jungen Bereiche voran zu bringen. Hierzu zählen beispielsweise die Gesundheitswirtschaft sowie Forschung, Entwicklung und Innovation“, so Glawe.

Wirtschaftsminister Glawe nannte die wirtschaftspolitischen Schwerpunkte und Herausforderungen. „Wir müssen die Basis unserer Wirtschaft durch Ansiedlungen und Erweiterungen stärken – wir werben aktiv um Investoren. Weitere Aufgaben sind die industrielle Wertschöpfung im Land zu erhöhen, die Innovationsfähigkeit zu stärken und mehr wissensbasierte Arbeitsplätze zu schaffen, den Mittelstand und das Handwerk weiter zu unterstützen, den Infrastrukturausbau sowie den Städte- und Wohnungsbau wirksam zu fördern. Die Nachwuchs- und Fachkräftesicherung stellt eine wachsende Herausforderung für unsere heimische Wirtschaft dar. Vor allen Dingen im touristisch wichtigen Bereich des Hotel- und Gaststättengewerbes werden Fachkräfte gesucht. Beispielsweise im Gastgewerbe müssen die Unternehmen neue Wege gehen, um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und im Unternehmen zu halten. Ganzjahresverträge sind ein richtiger Schritt, um Arbeitskräfte auch in saisonal abhängigen Branchen zu halten“, machte Glawe deutlich.

Gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern wirbt das Wirtschaftsministerium mit der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ unter www.durchstarten-in-mv.de für Ausbildung und Karrierestart in Mecklenburg-Vorpommern. Im Azubi-Atlas der Kampagne „Durchstarten in MV“ sind derzeit rund 1.300 Unternehmen mit über 3.100 Ausbildungsangeboten in rund 300 Berufen vertreten. Die Umkreissuche ermöglicht die gezielte Suche in meiner Heimatregion, die Informationen zu den Unternehmen zeigen an, ob es sich um einen TOP-Ausbildungsbetrieb handelt oder auch, ob Praktikumsplätze angeboten werden und vieles mehr. Über 700 Praktikumsangebote für die verschiedensten Berufe sind ebenso zu finden.

Wirtschaft, Bau und Tourismus –

Zahlen, Daten und Fakten

im Überblick

 

  1. Wirtschaft

Anstieg beim Bruttoinlandsprodukt

2015 wurde mit rund 39,9 Milliarden Euro das historisch höchste Bruttoinlandsprodukt des Landes erzielt.

Gegenüber 2011 ist das BIP real um +2,7 Prozent gestiegen. Die Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe wächst, 2015 zu 2011: +11,8 Prozent (preisbereinigt). Die nominale Bruttowertschöpfung ist von 3,5 Milliarden Euro im Jahr 2011 auf 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2015 gestiegen.

Das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner lag 2015 mit 24.909 Euro um preisbereinigt +3,3 Prozent über dem Niveau von 2011 (22.512 Euro).

Die gesamtwirtschaftliche Produktivität (BIP je Erwerbstätigen) lag 2015 bei 53.888 Euro, das ist preisbereinigt deutlich mehr (+2,9 Prozent) als 2011 mit 48.925 Euro.

Warenausfuhren auf Rekordniveau

Die industrielle Exportquote, das heißt der Anteil der Auslandsumsätze an allen Umsätzen im verarbeitenden Gewerbe, konnte 2015 auf eine neue historische Bestmarke von 35,9 Prozent erhöht werden (Vorjahr: 33,3 Prozent). 2015 erzielten die Warenausfuhren aus Mecklenburg-Vorpommern ins Ausland einen Rekordumfang von 8,0 Milliarden Euro, der das Jahresergebnis von 2014 um +11,7 Prozent überstieg.

Gesundheitswirtschaft im Aufwind

Zu den wichtigsten Wachstumsbranchen in Mecklenburg-Vorpommern zählt die Gesundheitswirtschaft. Die hervorragenden gesundheitswirtschaftlichen Kompetenzen, wie z.B. in der Biotechnologie und der Medizintechnik tragen heute wesentlich zur Wertschöpfung im Land bei. Zudem ist die Branche der Gesundheitswirtschaft ein stabiler Beschäftigungsmotor in Mecklenburg-Vorpommern. Die Ergebnisse der von der BioCon Valley GmbH in Kooperation mit dem unabhängigen Wirtschaftsforschungs-Institut WifOR erstellten Studie zeigen volkswirtschaftliche Effekte der Gesundheitswirtschaft für Mecklenburg-Vorpommern auf. Die Ergebnisse sind mit den vorliegenden Eckzahlen des Bundes vergleichbar. Wir haben die Studie für unser Land erstmalig im Dezember 2015 vorgestellt.

In der Gesundheitswirtschaft arbeiten derzeit 136.600 Erwerbstätige. Weitere 102.700 Erwerbstätige stehen indirekt (51.900) und induziert (50.800) mit der Gesundheitswirtschaft in MV in Verbindung. Damit gibt es einen Gesamteffekt von 239.300 Erwerbstätigen. Der Anteil an der gesamten regionalen Bruttowertschöpfung beträgt 14,6 Prozent und ist seit dem Jahr 2000 kontinuierlich gestiegen. 46,1 Prozent der Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft werden durch den Mittelstand erwirtschaftet.

Forschung, Entwicklung und Innovation intensivieren

Ein elementarer Baustein der Wirtschaftspolitik ist die Stärkung der Innovationskraft der Unternehmen, um die Wertschöpfung und das Einkommensniveau im Land nachhaltig zu erhöhen. Deshalb unterstützt das Wirtschaftsministerium neben einzelbetrieblicher Forschung und Entwicklung auch gemeinsame Projekte von Wissenschaft und Wirtschaft, also die Verbundforschung. In der aktuellen EU-Förderperiode 2014 bis 2020 werden für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation von Beginn an fast 10 Prozent mehr EU-Mittel eingesetzt, nämlich 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Im Jahr 2015 wurden 21,6 Millionen Euro für 83 Vorhaben bewilligt. Der Schwerpunkt in 2016 liegt in der weiteren Umsetzung der regionalen Innovationsstrategie und deren Zukunftsfelder.

Handwerk ist verlässliche wirtschaftliche Größe

Das Handwerk leistet für Wirtschaftsentwicklung, Beschäftigung und Ausbildung einen unverzichtbaren Beitrag.

Insgesamt sind in MV über 20.200 Betriebe bei den Handwerkskammern verzeichnet. Diese beschäftigen über 112.000 Menschen und erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von neun Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2011 sind dies 200 Betriebe und 1.200 Beschäftigte mehr. Hier machen wir mit einer neuen Form der Würdigung noch intensiver auf die Meisterausbildung aufmerksam.

 

  1. Bau

Städtebau- und Wohnraumförderung

Baukultur hat in Mecklenburg-Vorpommern einen hohen Stellenwert, denn sie trägt erheblich zur Identität des Landes bei und bestimmt das Gesicht unserer Städte und Gemeinden.

Ein Beitrag zur Stärkung der Baukultur in Mecklenburg-Vorpommern ist der Landesbaupreis. Mit dem Landesbaupreis werden Projekte ausgezeichnet, die hohen Qualitätsansprüchen genügen und die zeitgemäße bauliche Entwicklung im Land dokumentieren. Aus 52 Bewerbungen für den Landesbaupreis 2016 hat die Jury die beiden Sieger ermittelt. Am 16. Juni 2016 wurden die Preisträger des Landesbaupreises Mecklenburg-Vorpommern 2016 in Schwerin geehrt. Der Landesbaupreis wurde an das „Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz“ in Neustrelitz und an die „Klosterkirche Dargun“ vergeben. Weiterhin wurden 4 Belobigungen und 2 Anerkennungen ausgesprochen.

Zu den Städtebauförderprogrammen des Landes:

Allein in den Jahren 2014/2015 wurden rund 900 investive Maßnahmen zur Sicherung und Sanierung von Wohngebäuden, öffentlichen Bauten, Kirchen sowie Straßen, Wege und Plätze mit Aufwendungen in Höhe von mehr als 250 Millionen Euro fertiggestellt.

Zahlreiche weitere Maßnahmen wurden durch die Programme der Jahre 2014/2015 auf den Weg gebracht. Die Städtebauförderung ist ein wichtiges, erfolgreiches und somit unverzichtbares Instrument zur Verbesserung von Strukturen. Gerade in den kleineren Kommunen wird durch die Bereitstellung von Städtebaufördermitteln die städtische Infrastruktur gestärkt, um die Städte nachhaltig zu stärken.

Städtebauförderung 2016 in Mecklenburg-Vorpommern

In den fünf Programmen der Städtebauförderung - Stadtumbau Ost, Denkmalschutz Ost, Soziale Stadt, Aktive Stadt- und Ortsteilzentren sowie Kleinere Städte und Gemeinden - stehen im Jahr 2016 insgesamt rund 52 Millionen Euro Finanzhilfen zur Verfügung. Die Mittel, die jeweils hälftig vom Land und vom Bund getragen werden, stehen für die Durchführung von Maßnahmen im Zeitraum bis zum Jahr 2020 zur Verfügung. Gefördert werden städtebauliche Projekte in 46 städtebaulichen Gesamtmaßnahmen in 35 Kommunen sowie der Rückbau von rund 1.200 dauerhaft leer stehenden Wohnungen in 13 Gemeinden.

Unterstützung durch Wohnraumförderung

Ein Politikschwerpunkt der Landesregierung ist die langjährige und effektive Wohnraumförderung. Attraktive Förderangebote des Landes zum Neubau und vor allem zur Bestandssanierung haben dazu beigetragen, dass die meisten Menschen im Land heute in qualitativ guten und bedarfsgerechten Wohnungen mit sozial verträglichen Wohnkosten leben.

In den Jahren 2014 und 2015 haben wir 21,5 Millionen Euro Fördermittel für die weitere Verbesserung der Wohnqualität und insbesondere altengerechte und barrierearme Anpassung der Bestände bereitgestellt. Unsere Förderangebote geben Impulse für zukunftsfähige und nachhaltige Bestandsmodernisierungen.

Förderprogramm zur Nachrüstung von Personenaufzügen

Insbesondere das erstmals im Jahr 2014 in Kraft getretene Förderprogramm zur Nachrüstung von Personenaufzügen in Wohngebäuden ist ein voller Erfolg. Gefördert wurde die Nachrüstung von 170 Personenaufzügen, die den barrierearmen Zugang zu 2.490 Wohnungen ermöglichen. Das Programm wird in den Jahren 2016 und 2017 fortgesetzt.

Programm „Neubau Sozial“ – Anträge können gestellt werden

Das Wirtschaftsministerium stellt in diesem Jahr 12,5 Millionen Euro Bundesmittel für den Neubau von Sozialwohnungen zur Verfügung. Im kommenden Jahr werden es sogar 14,5 Millionen Euro sein. Die Fördermittel werden an den Orten eingesetzt werden, in denen der Leerstand unter vier Prozent der Wohnungen liegt. Mit dem Programm sollen angespannte Wohnungsmärkte vermieden werden und Haushalte mit kleineren Einkommen eine günstige Wohnung finden können. Die Wohnungen werden belegungsgebunden sein, das bedeutet, dass Mieter einziehen dürfen, die einen Wohnberechtigungsschein vorweisen können. Gleichzeitig ist die Miete gedeckelt. Die Nettokaltmiete beträgt maximal 5,50 Euro je Quadratmeter.

Vorgesehen sind Zuschüsse für den Neubau barrierearmer Wohnungen von maximal 650 Euro je Quadratmeter geförderter Wohnfläche. Wenn die Wohnung sogar barrierefrei gebaut wird, kann der Zuschuss auf maximal 750 Euro je Quadratmeter geförderter Wohnfläche steigen. Beim Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern können Anträge gestellt werden.

 

  1. Tourismus

Der Tourismus erweist sich unverändert als eine der wichtigsten Wirtschaftsbranchen unseres Landes.

Mit 29,5 Millionen Übernachtungen (+2,6 Prozent) ist das Jahr 2015 das bisher erfolgreichste Jahr für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Im gleichen Zeitraum wurden 7,4 Millionen Ankünfte (+2,0 Prozent zum Vorjahrszeitraum) registriert. Für das Jahr 2016 wird erwartet, dass die Übernachtungszahlen im Land die 30-Millionen-Marke nicht nur erreichen, sondern übersteigen werden.

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