Wirtschaftstreffen in Wismar

Glawe: Mehr Wertschöpfung, Beschäftigung und Einkommen in der Region erreichen – positive wirtschaftliche Entwicklung in Nordwestmecklenburg und Wismar

05.02.2020

Rund 100 Unternehmer und Vertreter aus Politik, Verwaltung sowie dem öffentlichen Leben diskutierten am Mittwoch mit Wirtschaftsminister Harry Glawe beim traditionellen Neujahrsempfang der „Mittwochsrunde zu Wismar“ – einem Unternehmerstammtisch – die wirtschaftliche Entwicklung der Region. „Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den vergangenen 30 Jahren in nahezu allen wirtschaftlichen Bereichen gut entwickelt. Das produzierende Gewerbe, der Dienstleistungsbereich, der Tourismus, die Gesundheitswirtschaft, die Ernährungswirtschaft, der Einzelhandel und das Handwerk sind zu verlässlichen Pfeilern unserer heimischen Wirtschaft geworden. Das gilt vor allem in der Region Wismar und Nordwestmecklenburg. Doch auf dieser positiven Entwicklung wollen wir uns nicht ausruhen. Um mehr Wertschöpfung, mehr Beschäftigung und höhere Einkommen zu erreichen, werden wir weiter die Zukunftsthemen vorantreiben – Forschung, Entwicklung und Innovation im Land weiterentwickeln sowie die Voraussetzungen schaffen, dass neue Unternehmen sich ansiedeln und bestehende Betriebe erweitern können“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Digitales Innovationszentrum entsteht in Wismar

„Dank des hohen Engagements der Unternehmer und ihrer Mitarbeiter in der Hansestadt Wismar und dem Landkreis Nordwestmecklenburg entwickelt sich die Region positiv. Es wird investiert, neue Unternehmen siedeln sich an, bestehende Betriebe erweitern. So entstehen Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt. Der nächste entscheidende Schritt ist ein digitales Innovationszentrum, das in Wismar als strategische Plattform zur Unterstützung und Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationsbranche entstehen soll“, sagte Glawe. Dafür hat die Hansestadt Wismar die unterste Etage eines renovierten Speichergebäudes in der Stockholmer Straße 16 und 18 im Stadthafen erworben und stattet diese derzeit aus. Die Wirtschaftsfördergesellschaft Wismar soll mit Unterstützung durch die Forschungs-GmbH Wismar das Betreiben des Innovationszentrums sicherstellen. Regionale Partner, Ideenträger, Gründer sowie Startups mit digitalen Geschäftsideen sollen dort gute Bedingungen zur Umsetzung ihrer Ideen vorfinden. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit knapp 1,4 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE). Die Gesamtkosten betragen rund 1,5 Millionen Euro. 

Forschungsaktivitäten im Land weiter vorantreiben

„Neben dem Digitalen Innovationszentrum ist es wichtig, die Forschungsaktivitäten der Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen im Land weiter voranzutreiben. Dadurch entstehen marktfähige Produkte und Dienstleistungen für nationale und internationale Kunden. Das erhöht langfristig die Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze bei uns im Land“, sagte Glawe.

Für den Zeitraum 2014 bis 2020 stehen insgesamt 236,3 Millionen Euro aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) für Forschung, Entwicklung und Innovation in Mecklenburg-Vorpommern bereit. Seit 2014 wurden im Landkreis Nordwestmecklenburg aus diesem Topf für 71 Forschungs- und Entwicklungsprojekte insgesamt 15,2 Millionen Euro Zuschüsse bewilligt. In der Hansestadt Wismar waren es 47 Projekte, die mit 8,9 Millionen Euro unterstützt wurden. Dabei handelte es sich beispielsweise um das Verbundforschungsvorhaben „Holz-Nano-BHKW“ der Thermoelect GmbH Wismar zusammen mit dem Institut für Polymertechnologien e.V. Wismar (IPT e.V.). Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines modularen, thermoelektrischen Generators (TEG) zur Erweiterung von Kaminöfen in Wohnräumen.

In ganz Mecklenburg-Vorpommern waren es im gleichen Zeitraum 164,3 Millionen Euro Fördermittel für 500 Vorhaben aus dem Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation.

Dank an langjährigen Sprecher Uwe Steinhagen

Der Neujahrsempfang wird von dem Unternehmertreffen „Mittwochsrunde zu Wismar“ veranstaltet und findet seit 1992 jährlich statt. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe dankte abschließend dem scheidenden Sprecher der Mittwochsrunde, Uwe Steinhagen: „Seit der Geburtsstunde der Mittwochsrunde zu Wismar im April 1991 mit an Bord hat Uwe Steinhagen durch sein außerordentliches und langjähriges ehrenamtliches Engagement dazu beigetragen, dass der Wirtschaftskreis `Die Mittwochsrunde zu Wismar´ eine enorme Strahlkraft entwickelt hat und die Anliegen der Unternehmer stets Gehör fanden.“

 

Zahlen zur Region Wismar und Nordwestmecklenburg

Unternehmen investieren im Landkreis Nordwestmecklenburg und Wismar rund 20 Millionen Euro

Im Jahr 2019 wurden in ganz Mecklenburg-Vorpommern 98 Unternehmensansiedlungen und -erweiterungen mit einem Gesamtbetrag in Höhe von rund 32,1 Millionen Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit EFRE-Mitteln bezuschusst. Dadurch wurden wirtschaftliche Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 197,5 Millionen Euro ausgelöst. Mit den Vorhaben wurden 3.670 Arbeitsplätze gesichert und 650 Arbeitsplätze neu geschaffen. Im Landkreis Nordwestmecklenburg, zu dem auch die Hansestadt Wismar gehört, wurden im Jahr 2019 insgesamt elf Vorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 20 Millionen Euro unterstützt. Das Zuschussvolumen beläuft sich hierbei auf etwa 2,7 Millionen Euro. Mit den Vorhaben werden 147 Arbeitsplätze gesichert und 45 Arbeitsplätze neu geschaffen. So hat unter anderem die Palmberg Büroeinrichtungen + Service GmbH aus Schönberg (Landkreis Nordwestmecklenburg) zur Erweiterung der Produktionskapazitäten eine weitere Betriebsstätte in Rehna errichtet. Am Unternehmensstandort in Schönberg und Rehna arbeiten aktuell mehr als 535 Mitarbeiter. In dem neuen Werk in Rehna sollen akustisch wirksame Elemente für die Bürowelt hergestellt werden. Mit der Erweiterung sollen 50 Arbeitsplätze entstehen. In Wismar haben die Friesland Kabel GmbH in ein Logistikzentrum investiert und die LIEBAU Orthopädietechnik GmbH hat ein neues orthopädisches Zentrum errichtet.

Förderung von Infrastrukturmaßnahmen seit 2007

Im Landkreis Nordwestmecklenburg wurden seit 2007 insgesamt 59 wirtschaftsnahe Infrastrukturprojekte mit rund 119 Millionen Euro Investitionsvolumen und einem Zuschussvolumen von rund 82 Millionen Euro gefördert; darunter 18 in der Hansestadt Wismar mit rund 44,5 Millionen Euro Investitionsvolumen und einem Zuschussvolumen von rund 26,5 Millionen Euro. Dabei handelte es sich beispielsweise um die Kreuzungsmaßnahme Poeler Straße sowie die Errichtung einer Infrastruktur für die Abfertigung von Kreuzfahrtschiffen im Alten Hafen Wismar.

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