Neuansiedlung im Industriepark Schwerin: Erster Spatenstich für Ypsomed gesetzt

Glawe: Innovative Medizintechnikprodukte kommen künftig aus Mecklenburg-Vorpommern – 119 neue Arbeitsplätze entstehen vor Ort

26.09.2017

Am Dienstag hat Wirtschaftsminister Harry Glawe gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der Ypsomed Gruppe, Simon Michel, den ersten Spatenstich für das neue Produktionswerk des Medizintechnikunternehmens Ypsomed im Industriepark Schwerin gesetzt. Die Ypsomed Gruppe mit Hauptsitz in Burgdorf (Schweiz) entwickelt und produziert Injektions- und Infusionssysteme für die Selbstmedikation, unter anderem zur Selbstbehandlung bei Diabetes. „Mit dem Unternehmen Ypsomed siedelt sich ein internationaler Diabetes-Spezialist in Schwerin neu an. Künftig werden hier innovative Produkte hergestellt und zunächst 119 neue, hochwertige Arbeitsplätze geschaffen. Die Standortvorteile des Landes haben überzeugt. Vor allem die gut ausgebaute Infrastruktur, die unmittelbare Nähe zu Hamburg, der Ostseeregion sowie die gut ausgebildeten Fachkräfte sind ein Beleg für den attraktiven Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Wirtschaftsminister Glawe hat einen Zuwendungsbescheid für das Vorhaben übergeben.

 

Ypsomed investiert in Produktions- und Verwaltungsgebäude auf rund 19.000 Quadratmeter

Im Industriepark Schwerin sollen künftig Bauteile für Pens, Autoinjektoren und Pumpensysteme entstehen. Diese werden im Anschluss mit Zulieferteilen zu fertigen Endprodukten montiert. Dafür wird auf einer Fläche von rund 19.000 Quadratmetern ein Produktions- und Verwaltungsgebäude gebaut, unter anderem mit einer eingeschossigen Produktionsfläche inklusive Reinraum, Lagerflächen einschließlich Werkzeuglager, ein zweigeschossiger Verwaltungsbereich mit Büros, Sitzungsräumen und Auditorium. Nach Unternehmensangaben soll das Werk in der ersten Jahreshälfte 2019 den Betrieb aufnehmen. „Das Unternehmen Ypsomed investiert in den für Mecklenburg-Vorpommern so wichtigen Bereich der Medizintechnik. Damit wird die Gesundheitswirtschaft im Land insgesamt gestärkt und bekräftigt uns bei dem Ziel, führendes Gesundheitsland in Deutschland zu werden“, sagte Glawe.

 

Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Die Gesundheitswirtschaft hat sich in Mecklenburg-Vorpommern zu einer strategisch bedeutsamen Zukunftsbranche der regionalen Wirtschaft entwickelt. Rund 150.000 Beschäftigte zählt der Nordosten in diesem Bereich. Mit ihrem Querschnittscharakter umfasst die Gesundheitswirtschaft als heterogene Branche eine Vielzahl unterschiedlicher Teilbereiche, wie zum Beispiel die ambulanten und stationären Einrichtungen, die pharmazeutische Industrie und Medizintechnik, Krankenversicherungen aber auch den Gesundheitstourismus oder E-Health. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es unter anderem 40 Krankenhäuser, rund 60 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie mehr als 60 staatlich anerkannte Kur- und Erholungsorte mit hochwertiger medizinischer und touristischer Infrastruktur. Der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der Bruttowertschöpfung Mecklenburg-Vorpommerns liegt mit insgesamt circa 15 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt. „Die Gesundheitswirtschaft ist Beschäftigungsmotor und Impulsgeber für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Darüber hinaus bietet die Branche auch Chancen für andere Bereiche, beispielsweise den Tourismus, denn das zunehmende Gesundheitsbewusstsein der Menschen bildet die Grundlage für Wachstum im Bereich Gesundheitstourismus im Land“, sagte Glawe.

 

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens für die Errichtung betragen rund 81,1 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 9,75 Millionen Euro.

 

Informationen zum Industriepark Schwerin

Mit einer Gesamtgröße von 350 Hektar bietet der Industriepark Schwerin das größte zusammenhängende Industrieflächenpotential in der Region. Neben Ypsomed produzieren weitere Unternehmen im Industriepark: die Nestlé Deutschland AG (Produktion von Nescafé Dolce Gusto Kaffeekapseln), die FlammAerotec GmbH & Co KG (Produktion von verschiedenen Komponenten/Zulieferteilen unter anderem für die Airbus-Produktion), die PTS-Precision GmbH (Produktion von hochpräzisen CNC-Langdrehteilen mit einem Durchmesser bis zu 32 Millimeter für die Automobil- und Elektroindustrie), United Caps (Produktion von Kunststoffverschlüssen vor allem für Flaschen und Kartons der Lebensmittelbranche), die FVH Folienveredelung Hamburg (Recycling von Folien aller Art zu hochwertigem Kunststoffgranulat) und die ZIM Flugsitz GmbH. Mittlerweile sind mehr als 1.000 Arbeitsplätze im Gewerbegebiet entstanden.

Die Unternehmensansiedlung wurde begleitet durch die Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern. Aufgabe der Gesellschaft ist die Unterstützung von Unternehmen, die in das nordöstliche Bundesland investieren und expandieren wollen.

 

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