Zukunftsforum MAZA in Rostock

Glawe: Maritime Industrie ist im stetigen Wandel – Chance im Kreuzfahrtschiffbau nutzen

16.06.2016

In Rostock hat am Donnerstag das 2. Zukunftsforum des Kooperationsverbundes MAZA M-V e.V. stattgefunden. „In Mecklenburg-Vorpommern ist die maritime Industrie nach wie vor ein bedeutender Industriezweig, in dem Wertschöpfung generiert wird, Nachwuchskräfte ausgebildet und Arbeitsplätze in Unternehmen gesichert und auch neue entstehen werden. Ziel ist es, die industrielle Wertschöpfung im Zuge des boomenden Kreuzfahrtschiffbaus wieder zu erhöhen, die Innovationsfähigkeit zu stärken und zusätzliche wissensbasierte Arbeitsplätze zu schaffen sowie vorhandene Stärken auszubauen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Donnerstag vor Ort. „Die eigentlichen Wettbewerber auf dem heute und in den nächsten Jahren dominierenden Markt für Kreuzfahrtschiffe sind die Wettbewerber in Europa und Asien. Um dagegen bestehen zu können, sollten wir gemeinsame norddeutsche Anstrengungen unternehmen und bündeln. Mittlerweile hat sich die deutsche Schiffbauindustrie, wie die Lloydwerftgruppe, die Meyer-Neptun-Gruppe, daneben aber auch große Zulieferer eindrucksvoll zeigen, in ganz Norddeutschland über Ländergrenzen hinweg neu aufgestellt.“

Maritime Industrie mit Bedeutung für MV

„Die maritime Industrie befindet sich selten in ruhigem Fahrwasser. Sie muss ständig auf Veränderungen reagieren und sich den Ansprüchen des globalen Marktes stellen. Das bleibt eine stetige Herausforderung und ist auch eine Chance für unsere heimischen Unternehmen, am internationalen Wettbewerb zu partizipieren“, betonte Glawe weiter. Zur maritimen Industrie zählen der Schiff- und Bootsbau, maritime Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik mit ca. 280 Unternehmen und insgesamt rd. 10.000 Beschäftigten sowie einem Umsatz von rd. 1,5 Milliarden Euro. Zum Schiff- und Bootsbau in MV zählen ca. 160 Unternehmen mit rund 5.000 Mitarbeitern. In den sechs größeren Unternehmen, der Lloyd Werft Group (ehemals Nordic Yards), an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, der Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, der Peene-Werft in Wolgast und der Tamsen Maritim in Rostock sind gegenwärtig rund 2.100 Mitarbeiter und rund 240 Auszubildende beschäftigt.

Kooperationsverbund Maritime Zulieferer-Allianz MV e.V. (MAZA M-V)

Der „Kooperationsverbund Maritime Zulieferer-Allianz MV e.V.“ (MAZA M-V) begleitet den Strukturwandel der maritimen Industrie und sucht nach innovativen Produktionsfeldern für die Zulieferindustrie. Derzeit sind 29 mittelständische und kleine Unternehmen sowie sechs Einzelpersonen als Mitglieder in die innovations- und kooperationsorientierten Aktivitäten des Vereins einbezogen. Nach eigenen Angaben beschäftigen diese Unternehmen etwa 1.700 Mitarbeiter, die im Jahr 2015 etwa 300 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet haben.

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