Treffen der Wirtschaftsförderer in Güstrow

Glawe: Wirtschaftsförderer sind wichtige Ansprechpartner in den Regionen – stärker auf weiche Standortfaktoren aufmerksam machen

15.06.2016

Am Mittwoch haben sich in Güstrow 30 Wirtschaftsförderer aus den Regionen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Vertreter der Landkreise und Kommunen sowie der Industrie- und Handelskammern getroffen. „Die Wirtschaftsförderer sind wichtige Ansprechpartner für potentielle Investoren. Sie leisten wertvolle Arbeit in unserem Flächenland. Wir können mit Unterstützung der Förderer noch stärker auf Mecklenburg-Vorpommern als Land zum Leben und Arbeiten aufmerksam machen. Eine moderne und gut ausgebaute Infrastruktur, vorhandene Kindertagesstätten und Schulen sowie ein attraktives Wohnumfeld zählen dazu. Auch diese weichen Faktoren sind bei einer Standortentscheidung von Bedeutung. Wer eine Produktionshalle baut, braucht auch motivierte Mitarbeiter, die sich in ihrer Heimat wohlfühlen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Mittwoch vor Ort. Organisiert wurde die heutige Veranstaltung von der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes Invest in Mecklenburg-Vorpommern.

Neuansiedlungen in Mecklenburg-Vorpommern

Die Wirtschaftsleistung ist in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Amtes gegenüber 2014 um 1,9 Prozent gestiegen. Mit rund 39,9 Milliarden Euro wurde das historisch höchste Bruttoinlandsprodukt des Landes erzielt. „Das Land kommt wirtschaftlich weiter voran. Wir haben eine insgesamt positive Entwicklung - es gibt dennoch viel zu tun. Wir müssen unser Land neben dem Tourismus noch stärker als Gewerbestandortregion weiter entwickeln. Wir brauchen vor allem mehr Unternehmen aus dem Bereich des verarbeitenden Gewerbes. Das sichert und schafft dauerhaft Arbeitsplätze vor Ort“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Er machte auf Neuansiedlungen, wie beispielsweise die Biosanica Manufaktur im Pommerndreieck (Verarbeitung von Bio-Trockenfrüchten), Nestlé in Schwerin (Herstellung von Kaffeekapseln), IDT Biologika in Greifswald (Produktionsstandort für Veterinärimpfstoffe und Pharmazeutika), Medizintechnikspezialist Clearum in Poppendorf im Landkreis Rostock (Produktionsstätte für die Herstellung von synthetischen Hohlfasermembranen, die u.a. in Dialysatoren für die Blutreinigung zum Einsatz kommen), Anklam Extrakt (vertreibt hochwertige Pflanzenextrakte für die Pharma-, Lebensmittel-, Kosmetik- und Getränkeindustrie) sowie die Deutsche Bogenn GmbH in Sassnitz-Mukran (Herstellung von Kunststoffrohren) und die ZIM Flugsitz GmbH in Schwerin (Produktion von Flugsitzen, Firma baut gerade eine Produktionshalle) aufmerksam.

30.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Jobs

Es sind in den vergangenen fünf Jahren rund 30.000 sozialversicherungspflichtige Jobs in Mecklenburg-Vorpommern entstanden. „Die Ausrichtung der Wirtschaftspolitik auf den ersten Arbeitsmarkt macht sich deutlich bemerkbar. Wir arbeiten weiter insbesondere an der Verbesserung der Rahmenbedingungen für Neuansiedlungen und Erweiterungen, der Gesundheitswirtschaft sowie für Forschung und Entwicklung“, sagte Glawe abschließend.

Die zweimal jährlich stattfindenden Wirtschaftsförderer-Treffen dienen dem gegenseitigen Austausch zwischen der Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH (IIMV) und den regionalen bzw. kommunalen Partnern aus den Regionen.

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