Wirtschaftsstaatssekretär besucht Hannover Messe

Rudolph: Industrie 4.0 als Chance für heimische Wirtschaft nutzen – innovative Stärken unserer Unternehmen selbstbewusst präsentieren

16.04.2015

Nr. 107/15 - 16.04.2015 - Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus

 

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat sich am Donnerstag über innovative Entwicklungen und Produkte von Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern auf der Hannover Messe informiert. Ein Thema war auch die Innovationsstrategie Industrie 4.0. „Die immer stärkere Nutzung digitaler Technologien und die damit verbundene Digitalisierung der Fertigungstechnik führen zu deutlichen Veränderungen in der Wirtschafts- und Arbeitswelt. Der Wettlauf um Fertigung, Produkte, Dienstleistungen und Märkte mit dem Anspruch von Industrie 4.0 hat bereits begonnen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Dr. Stefan Rudolph in Hannover.

Industrie 4.0 ist vierte industrielle Revolution – daran führt kein Weg vorbei

Insgesamt präsentieren sich 51 Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern auf der Messe. „Industrie 4.0 ist die vierte industrielle Revolution, an der kein Weg vorbeiführt. Die erste industrielle Revolution bestand in der Mechanisierung mit Wasser- und Dampfkraft, darauf folgte die zweite industrielle Revolution: Massenfertigung mit Hilfe von Fließbändern und elektrischer Energie, daran anschließend die digitale Revolution, der Einsatz von Elektronik und IT zur weiteren Automatisierung der Produktion“, so Rudolph vor Ort.

Industrie 4.0 als Herausforderung und Chance auch für heimische Unternehmen

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph hat sich vor Ort unter anderem über innovative Entwicklungen der Schweriner IT-Firma Trebing & Himstedt informiert. Das Unternehmen begleitet aktuell das Industrie 4.0 Forschungsprojekt „KapaflexCy“ zur flexiblen, selbstorganisierten Personaleinsatzplanung in der Produktion. „Entscheidend ist, dass das Potential der Digitalisierung der Produktionsprozesse auch von heimischen Unternehmen noch besser erkannt und frühzeitig genutzt wird. Es ist besonders wichtig, dass unsere Unternehmen an den noch jungen Herausforderungen partizipieren. Deshalb dürfen wir mit unseren innovativen Entwicklungen aus Mecklenburg-Vorpommern nicht ´hinterm Berg´ halten und uns selbstbewusst mit Know-how präsentieren“, forderte Rudolph weiter. Das Ziel bei Industrie 4.0 ist die intelligente Fabrik (Smart Factory), die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Ergonomie sowie die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse auszeichnet.

Austausch Elektrotechnik, IT und Maschinenbau - Wirtschaftsministerium unterstützt innovative Entwicklungen

Die produzierenden Unternehmen in M-V sehen sich mit einer Vielzahl neuer, marktgetriebener Entwicklungen konfrontiert wie zum Beispiel Offshore-Strukturen, Leichtbaumaterialien, energieeffiziente Produkte und Fabriken. „Um mit diesen Entwicklungen Schritt halten zu können, müssen die Unternehmen Kompetenzen auf diesen Gebieten auf- und ausbauen sowie die Forschungs- und Entwicklungsquote erhöhen. Es braucht bei uns im Land vor allem eines intensiven Austausches zwischen den Branchen Elektrotechnik, IT und Maschinenbau in Kooperation mit den Hochschulen. Das Wirtschaftsministerium unterstützt diesen Prozess auch finanziell“, so Rudolph weiter. Für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation in Mecklenburg-Vorpommern stehen in der EU-Förderperiode Mittel in Höhe von rund 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

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