Wirtschaftsminister zieht positive Bilanz der Schweizreise

Glawe: Interesse vor allem im Bereich Medizintechnik - Besser auf attraktive wirtschaftliche Standortvorteile aufmerksam machen

19.06.2015

Nr. 207/15 - 19.06.2015 - Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus

 

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe hat eine positive Bilanz der zweitägigen Schweizreise gezogen. „Es ist gut, wenn wir mit Unternehmen vor Ort werben, die den Ansiedlungsschritt aus der Schweiz nach Mecklenburg-Vorpommern bereits gegangen sind. Dies öffnet die Türen vor Ort schneller. Die Reise hat auch gezeigt, wie wichtig eine aktive Außenwirtschaftspolitik für unser Land ist. Unser Land ist über die Tourismuswirtschaft hinaus ein wettbewerbsfähiger und attraktiver Investitionsstandort mit hervorragenden Perspektiven für Unternehmen und Investoren. Wir müssen noch besser auf unsere wirtschaftlichen Standortvorteile aufmerksam machen, um neue Zielgruppen für unser Land zu erschließen", sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe.

Interesse vor allem im Bereich Medizintechnik

Wirtschaftsminister Glawe hat gemeinsam mit der Wirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV, dem Medizintechnikunternehmen CORTRONIK und dem Ernährungskonzern Nestlé bei einem Investorentreffen in Bern für den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Mecklenburg-Vorpommern geworben. Über 30 Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft nahmen an dem Treffen teil. Die Rostocker CORTRONIK GmbH hat ihr Mutterunternehmen, die Biotronik AG, in Bülach in der Schweiz. Die Schweizer Konzernzentrale der Nestlé S.A. ist Vevey. Dort hat Wirtschaftsminister Glawe die neue Vorstandsvorsitzende von Nestlé Deutschland (ab 1. Juli 2015) Béatrice Guillaume-Grabisch getroffen.

Im Fokus des Schweizbesuches stand vor allem Forschung, Entwicklung und Innovation. „Ein verstärktes Interesse zu expandieren haben wir vor allem im Gespräch mit Unternehmen im Bereich der Medizintechnik gespürt. Unsere attraktiven Standortbedingungen und auch die gute Förderkulisse stießen auf großes Interesse vor Ort. Wichtige Kontakte sind aufgebaut worden, diese gilt es jetzt zu vertiefen. Forschung und Entwicklung wollen wir weiter intensivieren“, betonte Glawe weiter. Für die EU-Förderperiode 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium 168 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Außenhandel hat noch viel Potential

„Mecklenburg-Vorpommern hat im Außenhandel mit der Schweiz noch viel Potential, was es künftig zu erschließen gilt. Mit dem entsprechenden Selbstbewusstsein unserer heimischen Wirtschaft lassen sich mutig neue Absatzmärkte erschließen. Direkt vor Ort Präsenz zu zeigen, ist dabei besonders wichtig", so Glawe abschließend.

Die Ausfuhr von Gütern aus Mecklenburg-Vorpommern in die Schweiz bewegt sich nach vorläufigen Angaben des Statistischen Amtes mit 1,5 Prozent der Gesamtausfuhren M-Vs auf einem geringen Niveau. In 2014 wurden aus M-V Güter im Wert von ca. 108 Millionen Euro in die Schweiz exportiert. Hauptausfuhrgüter waren beispielsweise medizinische Geräte (19,3 Prozent) und Sperrholz (7,3 Prozent). Der Import von Gütern aus der Schweiz nach M-V bewegt sich mit 1,0 Prozent der Gesamteinfuhren M-Vs ebenfalls auf einem geringen Niveau. In 2014 wurden Güter im Wert von 50,8 Millionen Euro importiert. Die Haupteinfuhrgüter waren medizinische Geräte (16,8 Prozent) und Kraftmaschinen (14,5 Prozent).

Die zweitägige Reise (19. und 20. Juni 2014) wurde unter anderem von der Wirtschaftsfördergesellschaft des Landes, der Invest in Mecklenburg-Vorpommern GmbH, organisiert.

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