Wirtschaftsforum in Stralsund

Glawe: Hansestadt punktet wirtschaftlich, städtebaulich und auch im Bereich Forschung und Entwicklung

17.04.2015

Nr. 111/15 - 17.04.2015 - Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus

 

Am Freitag haben sich Vertreter aus Politik, Verwaltung und dem öffentlichen Leben zum diesjährigen Wirtschaftsforum in Stralsund getroffen. „Die Hansestadt hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Wirtschaftlich, städtebaulich und auch im Bereich Forschung und Entwicklung geht es voran. Engagierte Unternehmer und Mitarbeiter in Stralsund und Umgebung tragen dazu bei, dass sich unser Land insgesamt weiter positiv entwickelt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Freitag. „Das Land hat die Entwicklung vor Ort intensiv begleitet und unterstützt. Es konnten eine Reihe Projekte im Bereich der gewerblichen Investitionen, die Förderung von Forschung und Entwicklung sowie Infrastrukturmaßnahmen und Städtebauförderung umgesetzt werden.“

Gewerbliche Wirtschaft - Seit 2007 rund 1.200 Arbeitsplätze gefördert bzw. geschaffen

In Stralsund wurden seit dem Jahr 2007 für 32 neue Investitionsvorhaben Investitionszuschüsse vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 22 Millionen Euro bewilligt. Damit konnten Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 95 Millionen Euro ausgelöst worden. „Mit den Investitionsvorhaben im Rahmen der einzelbetrieblichen Förderung wurden insgesamt rund 1.200 Arbeitsplätze gesichert bzw. geschaffen. Wir werden auch künftig vor allem Ansiedlungen und Erweiterungen von Unternehmen vor Ort unterstützen. Aufgabe ist es vor allem mehr Jobs im verarbeitenden Gewerbe zu schaffen sowie Forschung und Entwicklung weiter auszubauen“, so Glawe weiter.

Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation

Seit 2007 sind für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation vom Wirtschaftsministerium 10,5 Millionen Euro Zuschüsse für 26 Projekte in der Hansestadt Stralsund ausgereicht worden. Hierbei handelt es sich u.a. um ein einzelbetriebliches Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der ESG Edelstahl und Umwelttechnik Stralsund GmbH, vier Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Ostseestaal GmbH sowie 12 Projektbeteiligungen der Fachhochschule Stralsund an Verbundvorhaben (Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen) mit der Wirtschaft. „Wir haben auch in der neuen Förderperiode Forschung und Entwicklung fest im Blick. Die Mittel wurden deutlich - um fast zehn Prozent- aufgestockt“, sagte Glawe. Für die neue EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 stehen 168 Millionen Euro zur Verfügung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Wirtschaftsministerium unterstützt Zulieferer

„Der Strukturwandel im maritimen Bereich stellt die maritimen Unternehmen vor große Herausforderungen. Bei Nordic Yards bleibt die Hauptaufgabe neue Aufträge zu akquirieren“, so Glawe. Das Wirtschaftsministerium unterstützt weiter die Einstellung von ingenieurtechnischem Personal bei maritimen Zulieferer- und Dienstleistungsunternehmen. „Die Maßnahme dient dem Ausbau der Kapazitäten im ingenieurtechnischen Bereich der Unternehmen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit und Fachkompetenz der maritimen Zulieferer durch die Entwicklung marktfähiger Produkte zu erhalten und weiter auszubauen“, sagte Glawe. Zuwendungsempfänger sind maritime Zuliefererunternehmen mit Betriebsstätte in Mecklenburg-Vorpommern.

Förderung von Infrastrukturmaßnahmen ab 2007

In der Hansestadt Stralsund sind im Rahmen der Infrastrukturförderung seit 2007 Zuschüsse vom Wirtschaftsministerium in Höhe von rund 24 Millionen Euro für insgesamt 11 Investitionsvorhaben bewilligt worden. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 28 Millionen Euro [GRW einschl. Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie aus Mitteln des Zukunftsinvestitionsprogramms MV (ZIP)]. Dazu zählen Maßnahmen wie der Schiffsanleger Devin in Stralsund, der Ostseeküstenradweg im Gesamtgebiet Stralsund oder die Gleisanbindung Frankenhafen. „Die wirtschaftsnahe Infrastruktur wird weiter ausgebaut“, so Glawe.

Städtebauförderung in der Hansestadt Stralsund

Die Hansestadt Stralsund ist seit 1991 in der Städtebauförderung. In dem Zeitraum bis 2014 wurden der Hansestadt Stralsund insgesamt rund 196 Millionen Euro Programmmittel (einschließlich rund einem Drittel Eigenanteil der Gemeinde) aus der Städtebauförderung gewährt. Mit Unterstützung der Städtebauförderung konnten beispielsweise im Rahmen der Stadtsanierung im Bereich der Stralsunder Altstadtinsel unter anderem die Sanierung des Goethe-Gymnasiums, des Stralsunder Rathauses oder die Gestaltung des Alten Marktes realisiert werden. „Stralsund punktet immer mehr als touristischer Anziehungspunkt mit dem Weltkulturerbe Altstadt, den imposanten Bauten der Backsteingotik und den sehenswerten Museen. Mit den in den vergangenen Jahren eingesetzten Mitteln wird darüber hinaus baukulturelles Erbe im Land erhalten“, betonte Glawe abschließend.

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