Neuansiedlung in Grevesmühlen

Glawe: Recyclingunternehmen errichtet Produktionsstätte – 16 neue Arbeitsplätze entstehen

06.06.2015

Nr. 185/15 - 06.06.2015 - Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus

 

In Grevesmühlen (Landkreis Nordwestmecklenburg) hat das Unternehmen Lenzen-MillTech GmbH & Co. KG eine neue Produktionsstätte errichtet. Das Recyclingunternehmen verwertet schwerpunktmäßig Elektrokabel. „Die Lenzen-MillTech zählt zu den Pionieren der deutschen Abfallwirtschaft und ist seit über 60 Jahren im Bereich der Rohstoffrückgewinnung tätig. Mit der Ansiedlung in Grevesmühlen entstehen 16 neue Arbeitsplätze im Bereich des verarbeitenden Gewerbes“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort.

Bau der Produktionsstätte durch regionale Unternehmen

Vor Ort sind eine Produktionshalle mit Aufbereitung, Lagerfläche, Werkstatt, Labor sowie Sozial- und Büroräumen entstanden. Für die Produktion wurde in eine Fertigungsanlage unter anderem mit Siebmaschine, Dosiereinheit, Trenntisch, Filtern und Schaltschrank investiert. „Besonders erfreulich ist, dass die Lenzen-MillTech gemeinsam mit regionalen Handwerks- und Bauunternehmen die Errichtung der neuen Betriebsstätte komplett realisiert hat. So bleibt die Wertschöpfung in der Region“, betonte Glawe.

Nähe zum Seehafen Wismar gab Ausschlag für Standortentscheidung

Bei den Materialien, die in der Grevesmühlener Produktionsstätte verarbeitet werden, handelt es sich um Kunststoffgranulate mit Metallanteilen und Absaugfiltermaterialien, die im Wesentlichen aus der Kabelverarbeitung und -verwertung kommen. Abnehmer der sogenannten „NE-Materialien“ (Nicht-Eisen-Metalle, beispielsweise Kupfer) sind nach Unternehmensangaben Gießereien, Aluminium- und Kupferhütten, die das Material zu neuen Produkten verarbeiten. Die gewonnenen Rückstände der Isolierstoffe werden genutzt zur Herstellung beispielsweise von Bakenfüßen für Verkehrszeichen, Baustellenabsperrungen und Rasengittersteinen.

„Bei der Standortentscheidung für Grevesmühlen hat die Anbindung an den Seehafen Wismar eine entscheidende Rolle gespielt. Der Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern ist für neue Investoren aus vielerlei Gründen attraktiv. Neben den maritimen Gewerbeflächen, die zum Teil direkt an der Kaikante liegen, haben wir Gewerbeflächen in verkehrsgünstigen Lagen und Standorte in Hochschulnähe, die ein enges Miteinander von Wirtschaft und Wissenschaft begünstigen“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt Unternehmensansiedlung

Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen auf rund 2,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund einer Millionen Euro.

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