Automobilzulieferer-Treffen in Italien

Glawe: Werben mit Standortvorteilen für unser Land – Zulieferer besetzen mit einer speziellen Dienstleistung eine Marktnische

21.05.2015

Nr. 164/15 - 21.05.2015 - Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus

 

Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe ist am Donnerstag nach Italien gereist. Im Vorfeld seines EXPO-Besuches in Mailand haben Automobilzulieferer aus Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit Wirtschaftsminister Glawe eine Investorenkonferenz mit ihrem italienischen Branchenpartner in der Ferrari-Stadt Maranello (Region Emilia Romagna) durchgeführt. Insgesamt 11 Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern sind vor Ort dabei, über 30 Unternehmen aus Italien haben sich in Maranello angemeldet.

„Wir werben ganz gezielt in Norditalien für Mecklenburg-Vorpommern. Hier genießt die Autoindustrie ein hohes Ansehen. Die Region Emilia Romagna gehört zu den höchstentwickelten des südeuropäischen Landes. ´Made in Germany` ist für viele Industrieunternehmen ein wertvolles Qualitätsmerkmal, welches auch den Produktionsstandort Mecklenburg-Vorpommern attraktiv macht. Wir nutzen diese Möglichkeiten und präsentieren unsere Standortvorteile in Italien“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus aus Mecklenburg-Vorpommern Harry Glawe am Donnerstag vor Ort. Als Standortvorteile nannte Glawe beispielsweise die hervorragende Verkehrsanbindung, qualifizierte Fachkräfte sowie ausgebaute Gewerbegebiete. Organisiert wurde das Zulieferertreffen in Italien durch die Landeswirtschaftsfördergesellschaft Invest in MV und dem Automobilzulieferer-Netzwerk „automotive-mv“.

Zulieferer aus MV besetzen Marktnische

Unterstützung erhält Mecklenburg-Vorpommern durch die Italienische Handelskammer für Deutschland und das Automotive-Cluster der Region Emilia Romagna „Racebo“. Das ist ein Automotive-Netzwerk im so genannten „Motor Valley“ Italiens. Es repräsentiert in der Region Emilia Romagna mehr als 350 Automobil-, Motorrad- und Landmaschinenunternehmen, die über 15.000 Mitarbeiter beschäftigen. „Deutschland ist für italienische Unternehmen nach Frankreich und den USA der drittwichtigste ausländische Standort für Direktinvestitionen. Dies wollen wir für unsere einheimische Volkswirtschaft besser nutzen. Viele kleine und moderne Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern besetzen oft mit einer ganz speziellen Dienstleistung eine Marktnische im Zulieferbereich. Das müssen wir noch bekannter machen. Hier liegt die Chance für uns zu punkten“, so Glawe weiter.

Wichtiger volkswirtschaftlicher Stellenwert der Branche

Zu den 11 an der Konferenz teilnehmenden Unternehmen vor Ort zählen unter anderem Webasto aus Neubrandenburg, Oberaigner aus Laage, die Lang Metallwarenproduktion aus Woldegk, die ml&s GmbH & Co KG aus Greifswald, die Impreglon Oberflächentechnik aus Parchim sowie die LEAR Corporation Electrical and Electronics GmbH & Co. KG aus Wismar. „Die Automotive-Branche hat einen wichtigen volkswirtschaftlichen Stellenwert in unserem Land. Sie liefert ein stabiles Wachstum, technologische Innovationen und hochwertige Beschäftigung. Die Branche stellt mit hoher technologischer Kompetenz Produkte für die internationale Automobilindustrie her“, sagte Glawe abschließend.

Rund 100 Betriebe in der Automobilzuliefererbranche erwirtschafteten mit etwa 5.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. Davon sind rund 30 Betriebe spezialisierte Automotive-Zulieferer. Mehr als 20 Unternehmen sind im Landes-Netzwerk „automotive-mv“ organisiert. In diesen Unternehmen erwirtschafteten 2014 die rund 3.500 Mitarbeiter einen Jahresumsatz von über 950 Millionen Euro.

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