Gesundheitswirtschaft

Yoga am Strand

Beim Yoga am Strand erholen sich die Menschen aktiv. Foto: larsen9236 / pixabay

Durch ihre Innovationskraft und ihre Beschäftigungsintensität hat sich die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zu einer strategisch bedeutsamen Zukunftsbranche der regionalen Wirtschaft entwickelt. Über 97.000 Beschäftigte zählt der Nordosten in diesem Bereich, davon rund 70 % in der stationären, teilstationären und ambulanten Versorgung, die übrigen in der Medizintechnik, im Gesundheitshandwerk und in der Verwaltung. Der Anteil der Gesundheitswirtschaft an der Bruttowertschöpfung Mecklenburg-Vorpommerns liegt mit insgesamt rund 14 % deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Schon frühzeitig hat das Land die Branche als strategisch wichtigen Zukunftsmarkt identifiziert, sie 2004 per Landtagsbeschluss zu einem Entwicklungsschwerpunkt erklärt und mit dem "Masterplan Gesundheitswirtschaft 2010" einen Handlungsrahmen bis zum Jahr 2020 festgelegt. Im Laufe der Jahre hat sich ein hervorragend ausgestattetes und tief gegliedertes öffentliches und privates Angebot aller Dienstleistungen im Gesundheitswesen entwickelt. Knapp 40 moderne Krankenhäuser und rund 60 Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen gibt es im Nordosten.

Das zunehmende Gesundheitsbewusstsein der Menschen bildet die Grundlage für ein nachhaltiges Wachstum im Bereich Gesundheitstourismus. Die besondere geografische Lage und die unberührte Natur machen Mecklenburg-Vorpommern zu einem beliebten Ziel für Menschen, die Ruhe und Erholung suchen. Schließlich verfügt das Land über mehr als 60 staatlich anerkannte Kur- und Erholungsorte mit hochwertiger medizinischer und touristischer Infrastruktur. Der Einsatz der natürlichen örtlichen Heilmittel, wie z.B. Rügener Heilkreide und Solesalz, ist ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal.

Forschung und Entwicklung, aber auch Firmengründungen in den Bereichen der Biotechnologie, der Biomedizin, der Medizintechnik sowie der Pharmaindustrie prägen das Wirtschaftsleben im Land mit. Sie werden intensiv durch Technologiepolitik und Technologieförderung unterstützt und sorgen für einen weiteren Schritt in Richtung des Ziels, das sich Mecklenburg-Vorpommern gesetzt hat: führendes Gesundheitsland in Deutschland zu werden.

Erfolgsgeschichten

Miltenyi Biotec mit Niederlassung in Teterow

Das 1989 gegründete Bio­tech­no­logie­unter­neh­men Miltenyi Biotec GmbH ist mit einem breiten Leis­tungs­spek­trum im Bereich der bio­me­di­zi­ni­schen Grund­la­gen­for­schung und Zell­the­ra­pie tätig. In der Pro­duk­tions­stät­te in Teterow bei Güstrow entwickeln mehr als 200 Mitar­beiter und Mitar­bei­terinnen Bio­pharma­zeutika, Geräte und Rea­genzien für die medizinische Spit­zen­for­schung. Gearbeitet wird nach inter­natio­nalen Qualitäts­stan­dards, die geprüfte Her­stellung steht für Produkte höchster Qua­lität, die sich fest am welt­weiten Markt etabliert haben.

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Das "Moorbad" in Bad Doberan

Die Dr. Ebel Fach­kli­nik "Moor­bad" Bad Dobe­ran nutzt die na­tür­li­chen Ressour­cen Meck­len­burg-Vor­pom­merns zur Hei­lung di­ver­ser Er­kran­kun­gen. Rund 4.000 Pa­tien­ten im Jahr – mit Er­kran­kun­gen des Be­we­gungs­appa­ra­tes, chro­ni­schen Schmer­zen und Sport­ver­let­zun­gen – wer­den hier be­han­delt. Als aka­de­mi­sches Lehr­kran­ken­haus für Na­tur­heil­ver­fah­ren der me­di­zi­ni­schen Fa­kul­tät der Uni­ver­si­tät Ros­tock setzt die Kli­nik die Er­geb­nis­se aus For­schung und Leh­re di­rekt in die Praxis um. Im klinik­eige­nen Torf­stich wird das Na­tur­heil­mit­tel Moor ab­ge­baut und in der Kli­nik für zahl­rei­che An­wen­dun­gen auf­be­rei­tet. Das "Moor­bad" Bad Do­be­ran be­schäf­tigt über 150 Mit­ar­bei­ter.

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