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Windenergie

Die Entwicklung der Erneuerbaren Energien in Deutschland ist nicht erst seit dem Atomunfall in Japan eine Erfolgsgeschichte. Die durch die Bundesregierung aus dieser Katastrophe gezogenen Konsequenzen werden der Branche nochmals einen enormen Schub verleihen und die deutsche Führungsposition bei der Produktion und dem Einsatz Erneuerbarer Energien weltweit festigen. Eine große Rolle für die zukünftige Stromerzeugung wird der Windenergie und hier insbesondere dem Offshorebereich zugeschrieben. Aufgrund unserer guten Windverhältnisse und der Ostseeküste spielt die Windenergie im Stromerzeugungsmix von Mecklenburg-Vorpommern heute sowie auch zukünftig eine herausragende Rolle. So verfügen wir mit den im Land ansässigen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen bereits über hervorragende Kompetenzen.

Die Windenergieindustrie in Mecklenburg-Vorpommern ist und bleibt im Aufwind. Die Verflechtung in diverse Industrie-, Dienstleistungs- und Handwerksbereiche ist vielfältig. Im Nordosten werden nicht nur komplette Windenergieanlagen und Komponenten hergestellt. Zahlreiche Metallbe- und -verarbeitungsunternehmen, Gießereien, aber auch Firmen der Bauindustrie, Elektrobranche, aus dem Dienstleistungssektor wie Logistik, Planer, Gutachter und Finanzdienstleister sowie Unternehmen für Service & Wartung erhalten Aufträge aus der Windenergiebranche.

Gegenwärtig kann von mehr als 40 Unternehmen mit etwa 4.000 Beschäftigten ausgegangen werden, darunter der Windkraftanlagenhersteller Nordex Energy GmbH in Rostock und Zulieferbetriebe wie unter anderem KGW Schweriner Maschinen- und Anlagenbau GmbH, EEW Special Pipe Constructions GmbH, Eikboom GmbH, DMR Mechanische Werkstätten GmbH, RMT Maschinenbau GmbH und die Eisengießerei Torgelow GmbH. Hinzu kommen eine Vielzahl von Ingenieurbüros und Planungsgesellschaften.

Das Produktionsprogramm erstreckt sich vom Bau der Fundamente, Herstellung von Stahlrohrtürmen, Gondeln aus Kunststoff, Rotorblättern und Rotornaben, kompletten Schaltschränken, Zubehör wie Bremsen und Spezialbehälter bis hin zum Korrosionsschutz und Oberflächentechnik. Nicht unbedeutend sind die Betreibergesellschaften und Unternehmen für Service & Wartung, da diese meist vor Ort ansässig sind und somit langfristige Beschäftigung von Mitarbeitern sichern. Mit der Erschließung der Offshore-Windkraft kann die Windenergieindustrie in Mecklenburg-Vorpommern erheblich ausgebaut werden. Im Flachwasserbereich im Breitling gegenüber dem Seehafen Rostock wurde schon Anfang 2006 die erste Offshore-Windkraftanlage in Deutschland errichtet. Der erste kommerzielle Offshorewindpark vor der deutschen Küste "EnBW Baltic 1" (21 Anlagen mit ca. 50 MW Gesamtleistung) wurde Anfang Mai 2011 in Betrieb genommen.

Ab 2012 soll mit dem Bau von "EnBW Baltic 2" in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns begonnen werden (ca. 6 mal größer als EnBW Baltic 1; 80 Anlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 288 MW).

Derzeit sind noch drei weitere Windparks in der 12 Seemeilenzone mit Einspeisepunkt in Mecklenburg-Vorpommern geplant. In der Ausschließlichen Wirtschaftszone sind neben den vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigten Windparks EnBW Baltic 2, Arkonabecken Südost und Wikinger noch weitere 13 Windparks geplant. Insgesamt könnte sich bei Realisierung aller Projekte die Einspeiseleistung aus Offshorewindkraft in Mecklenburg-Vorpommern auf knapp 4.000 MW summieren. Im Vergleich dazu betrug die Einspeiseleistung aus allen regenerativen Energien im Jahr 2010 in Mecklenburg-Vorpommern ca. 1.980 MW.

Zur Bündelung der Potentiale in der Offshore-Windenergie in Mecklenburg-Vorpommern wurde im Jahr 2002 der Offshore-Planungskreis Rostock ins Leben gerufen, aus dem der heutige Verein "WIND ENERGY Network Rostock e.V." hervorging. Ziel des Netzwerkes ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen u.a. durch die Ausgestaltung von Firmenkontakten, den Aufbau des Informationstransfers zwischen den Unternehmen, die Organisation der Zusammenarbeit und die Kooperationsunterstützung bei der Anbahnung von gemeinsamen Projekten. Vorgesehen sind weiterhin die Erarbeitung von Marketingkonzepten, die Internetpräsentation, die Organisation von Präsentations- und Branchenveranstaltungen sowie die Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit und die Vorbereitung von Messen. Die Ansiedlung neuer Unternehmen soll zudem durch das Netzwerk unterstützt werden. Um die Entwicklung der Windenergiebranche im Land Mecklenburg-Vorpommern weiter zu forcieren, hat sich der Verein seit 2009 auch Themen der Onshore-Windenergie gewidmet.

Das Netzwerk wird von der Gesellschaft für Wirtschafts- und Technologieförderung Rostock mbH - Rostock Business koordiniert. Gerade auch kleinere Unternehmen erhalten dadurch die Chance, sich in großen, komplexen Projekten erfolgreich zu engagieren. Ziel ist es, ein Komplettpaket von der Errichtung der Windparks über notwendige Dienstleistungen bis zum späteren Export der Anlagen anzubieten. Im Netzwerkverbund sind gegenwärtig 92 Unternehmen und Dienstleister der Windenergiebranche aus Mecklenburg-Vorpommern organisiert.

Kontakt

Anschrift

Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 5
Referat 500
Johannes-Stelling-Straße 14
19053 Schwerin

Referatsleiter
Dr. Graham Butt

Telefon: +49 385-588 5500
Fax: +49 385-588 5068
E-Mail: g.butt@wm.mv-regierung.de

Zusatzinformationen


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