Mecklenburg-Vorpommern geht neue Wege in der Technologie- und Forschungsförderung. Der wirtschaftspolitische Schwerpunkt konzentriert sich dabei auf die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. Dabei setzt das Wirtschaftsministerium auf die Förderung von Innovationen, Forschung und Entwicklung sowie den Aufbau von Netzwerken. Mit der neuen Strategie soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit einheimischer Unternehmen gestärkt und erhöht werden.
Von 2007 bis 2013 stehen aus den beiden großen EU-Strukturfonds EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und ESF (Europäischer Sozialfonds) 155 Millionen Euro für wirtschaftsnahe Forschung und Technologieentwicklung zur Verfügung. Die Verbundforschung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ermöglicht Unternehmen, leichter auf Leistungen der Forschungseinrichtungen zu zugreifen und dadurch hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen. Es gilt die Potenziale der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen für die Unternehmen im Land deutlich besser zu nutzen.
Langfristige Kooperationen sowie Partnerschaften und stabile Netzwerkstrukturen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ermöglichen eine stärkere Ausrichtung der Forschungsschwerpunkte auf die konkreten Bedürfnisse der Wirtschaft im Land. Globales Wissen der Naturwissenschaftler, Ingenieure oder auch Mediziner sowie lokale Entwicklungen in den Unternehmen des Landes sollen auf diese Weise eng miteinander verknüpft werden, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Die Zusammenarbeit von Industrie, mittelständischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist die Basis für den benötigten Innovationsschub in den einzelnen Branchen.
Mit der Richtlinie für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation wird die Entwicklung neuer Technologien durch kleine Unternehmen mit bis zu 70 Prozent und durch in Großunternehmen mit bis zu 50 Prozent unterstützt. Im Verbund können die beteiligten Forschungseinrichtungen sogar mit bis zu 100 Prozent, kleine Betriebe mit bis zu 80 Prozent und große Firmen mit bis zu 65 Prozent gefördert werden.
Die Richtlinie zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation enthält insbesondere folgende Förderschwerpunkte:
Die Koordinierung erfolgt erstmalig zentral über das Wirtschaftsministerium. Von der gekoppelten Wirtschafts- und Wissenschaftsförderung sowie der Konzentration der Innovationsförderung unter einem Dach wird ein nachhaltiger Entwicklungsschub in Zukunftsbranchen wie der Biotechnologie, Medizintechnik, Gesundheitswirtschaft, Plasma- und Lasertechnologie und der Klima- und Umwelttechnik erwartet.
Die Technologie- und Kompetenzzentren in Mecklenburg-Vorpommern bieten hervorragende Voraussetzungen für Kooperationen und Verbünde zwischen Technologieunternehmen, wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Der Nordosten verfügt über eine leistungsfähige technologieorientierte Infrastruktur. In den 20 Technologiezentren des Landes haben sich derzeit 450 Unternehmen und Einrichtungen eingemietet und bieten 2.800 Menschen einen Arbeitsplatz. Die guten räumlichen und technischen Bedingungen sind gerade für junge Unternehmen eine gute Starthilfe.
Mit dem "Ludwig-Bölkow-Technologiepreis" werden in MV jedes Jahr Unternehmen und Forscher aus unserem Land ausgezeichnet, deren Forschungs- und Entwicklungsergebnisse erfolgreich in wirtschaftlich nutzbare Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umgesetzt worden sind. Der Preis soll die erfolgreiche Vermarktung weltmarktfähiger Produkte und Dienstleistungen unterstützen. Der zeitgleich ausgeschriebene "Nachwuchspreis" richtet sich an Schüler und Studenten und soll Anreiz sein, verstärkt im technischen Bereich zu forschen und Neues zu entwickeln.
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung 2
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