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Investorenportal Mecklenburg-Vorpommern




Pressemeldung

Seidel besucht Solarzentrum in Wietow

Erneuerbare Energien werden weiter ausgebaut

Nr. 335/09 - 26.11.2009 - Investorenportal

Wirtschaftsminister Jürgen Seidel hat am Donnerstag das Solarzentrum Wietow bei Wismar besucht. "Das Solarzentrum ist eines der branchenspezifischen Zentren für erneuerbare Energien in Deutschland", sagte Seidel beim Besuch der ehemaligen Gutsanlage. "Neue Lösungen, Technologien und Anwendungen sind nicht nur für das Klima wichtig, sondern auch für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland", sagte Seidel. "Der Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung liegt in Mecklenburg-Vorpommern mit über 40 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt."

Neben Schulungs- und Tagungsräumen gibt es in Wietow auch einen Labor- und Forschungskomplex, die Energieversorgung erfolgt CO2-neutral. Die einzigartige Gebäudehülle dient der Wärme-, Licht- und Stromerzeugung. Die durch Solarenergie erzeugte Wärme wird in Saisonalspeichern gepuffert und in Kombination mit der bereits vorhandenen Solarthermieanlage für die Klimatisierung des gesamten Gebäudekomplexes genutzt. Das Land hat den Aufbau der Einrichtung seit 2004 mit mehr als sechs Millionen Euro unterstützt.

In Mecklenburg-Vorpommern wird allein bei der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien jährlich eine Emission von ca. 1,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart. "Dennoch kann eine Industrienation wie Deutschland auch langfristig nicht auf die Nutzung fossiler Energieträger verzichten", sagte Seidel. "Wir streben mit dem Konzept "Energieland 2020" einen ökologisch und wirtschaftlich tragfähigen Mix an. Der sieht bis 2020 unter anderem eine Verfünffachung der aus erneuerbaren Energiequellen erzeugten Strommenge vor." Dazu gehören die Nutzung von Wind, Biomasse, Biogas, Photovoltaik und Geothermie.

Derzeit arbeiten in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 1.300 Windkraftanlagen, ca. 190 Biogasanlagen (die Zahlen sind durch den laufenden Zubau ständig in Veränderung), neun Biomassekraftwerke, neun Biomasseheizwerke und fünfzehn Biokraftstoffanlagen. Dadurch wurden im Bereich erneuerbare Energien mehr als 2.000 Arbeitsplätze geschaffen.

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